Lassen Sie sich das Steuerrad nicht aus der Hand nehmen! Durch eine proaktive Steuerung Ihrer Verrechnungspreisstrukturen und eine substantiierte Bestimmung Ihrer internen Liefer- und Leistungsverrechnung unter Beachtung des Fremdvergleichsgrundsatzes navigieren Sie auch durch unruhige „BEPS-Zeiten“.

Zwar steht die zivilrechtliche Preissetzung auch innerhalb von Unternehmensgruppen im freien Ermessen der Unternehmen, allerdings wird dieser Grundsatz für steuerliche Zwecke durch den Fremdvergleichsgrundsatz flankiert. Daher bietet es sich an, bereits bei der Bestimmung interner Verrechnungspreise auf Grundlage von Planzahlen sowie den Erkenntnissen über die eigene Wertschöpfung den Fremdvergleichsgrundsatz zu beachten.

Gleichzeitig wird die zivilrechtliche Preissetzung auch durch die Zielsetzungen der internen Unternehmenssteuerung beeinflusst. Denn aus Sicht des Controllings übernehmen Verrechnungspreise in Abhängigkeit der verfolgten Ziele wichtige Funktionen für die Unternehmenssteuerung: Lenkungs- und Koordinationsfunktion, Erfolgsermittlungsfunktion sowie Anreiz- und Motivationsfunktion.

Der proaktive Umgang mit dem Fremdvergleichsgrundsatz und die Einbeziehung verschiedener Abteilungen in den Prozess der Preissetzung ist Grundlage für ein gegenseitiges Verständnis über Verrechnungspreise. Auch wenn die divergierenden Zielsetzungen einzelner Abteilungen eine vollständige Vereinheitlichung von Verrechnungspreisen nicht immer zulassen, so können doch zielführende Lösungsansätze gemeinsam entwickelt werden.