Der Kern der BEPS Initiative besteht unter anderem darin, einen Gleichlauf zwischen der Gewinnverteilung innerhalb multinationaler Unternehmensgruppen und den individuellen Wertschöpfungsbeiträgen der Landesgesellschaften herzustellen:

 „It is important to understand how value is generated by the group as a whole, the interdependencies of the functions performed by the associated enterprises with the rest of the group, and the contribution that the associated enterprises make to that value creation.” [OECD Verrechnungspreisleitlinien]

Die Implementierung der Empfehlungen der OECD/G20 Staaten zur Vermeidung einer Aushöhlung steuerlicher Bemessungsgrundlagen und Gewinnverlagerungen (Base Erosion and Profit Shifting, kurz BEPS) in nationales Recht verändert die etablierte Verrechnungspreispraxis zunehmend. Denn die Umsetzung des Fremdvergleichsgrundsatzes erfordert ein grundsätzliches Verständnis über die Art und Weise der Wertschöpfung innerhalb international tätiger Unternehmensgruppen.

Die konkrete Umsetzung dieser Vorgaben und Empfehlungen in der Praxis geht meist über das materielle Steuerrecht hinaus. Daher sind die materiell-steuerrechtlichen Würdigungen mit betriebswirtschaftlichen Analysen zu ergänzen, um (eine) Entscheidungen fundiert treffen und Verrechnungspreise proaktiv steuern zu können.